PRESSEMITTEILUNG

AGRAR Unternehmertage 2026 enden mit starker Resonanz: Intensive Fachgespräche und konstruktive Stimmung in Münster

AGRAR Unternehmertage 2026 enden mit starker Resonanz: Intensive Fachgespräche und konstruktive Stimmung in Münster

Hohe Besucherfrequenz, offene Gespräche und starke Nachfrage nach Orientierung zu Stallumbau, Markt und Zukunftsstrategien

Münster, 06.02.2026

 Nach vier Messetagen im Messe und Congress Centrum Halle Münsterland ziehen die Veranstalter der AGRAR Unternehmertage 2026 eine überaus positive Bilanz. Die regionale Leitmesse für Landwirtschaft war erneut Anlaufpunkt für Betriebe aus dem gesamten nordwestdeutschen Raum. Nach vorläufiger Auswertung liegt die Besucherzahl mit 25.000 über dem Niveau der vergangenen Messe im Jahr 2024. Ein besonderes Signal für die Bedeutung der Veranstaltung war der Besuch der nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen.

„Die vergangenen vier Tage haben sehr deutlich gezeigt, wie stark unsere Branche vom persönlichen Austausch lebt“, sagt Messechef Lars Jaeger, Geschäftsführer der European Green Exhibitions GmbH. „Viele Besucherinnen und Besucher sind mit ganz konkreten Projekten nach Münster gekommen – von Stallumbauten über Energie- und Vermarktungskonzepte bis hin zu Fragen der Hofnachfolge – und haben hier die Chance genutzt, Entscheidungen vorzubereiten und sich gegenseitig Rückenwind zu geben.“

Messe als Dialogplattform: Nähe statt Show

Im Mittelpunkt der AGRAR Unternehmertage stand erneut der direkte Austausch: Landwirtinnen und Landwirte, Beratung, Handel, Industrie, Verbände und Politik nutzten die Messe, um über Tierhaltung, Energie, Vermarktung, Digitalisierung, Tiergesundheit und Betriebsentwicklung ins Gespräch zu kommen. Viele Stände waren bewusst offen und niedrigschwellig gestaltet, mit Sitzgruppen und Gesprächsinseln statt klassischer Verkaufstresen. 

„Münster ist keine Showbühne für große Effekte, sondern ein Arbeitsraum für die Branche“, beschreibt Jaeger das Konzept. „Hier sitzen Landwirtinnen und Landwirte mit Herstellern, Vermarktern, Banken und Politik an einem Tisch und sprechen sehr offen darüber, wie die nächsten Schritte aussehen können.“

Dass Beziehungen und Netzwerkpflege einen hohen Stellenwert haben, bestätigt auch Aussteller Manuel Dieckmann, Geschäftsführer der Dieckmann Unternehmensgruppe und Spezialist für Lebensmittelverwertung und flüssige Futtermittel: „Wir hatten sehr viel Gelegenheit zum Networking und zur Kontaktpflege. Besonders freut mich, dass aufgrund der langen Öffnungszeiten so viele Familien hierher kommen.“ Melina Schmidt von der Josef Venneker GmbH & Co. KG hebt die starke Resonanz bereits zu Messebeginn hervor: „Wir haben gar nicht damit gerechnet, dass der Dienstag schon so gut anläuft. Eigentlich ist die Messe für uns eher da, um gesehen zu werden und Stammkunden zu betreuen, aber tatsächlich haben wir auch die einen oder anderen Neukunden gewinnen können.“

E.G.E.-Projektleiterin Rebecca Schumacher freut sich besonders über die große Resonanz beim landwirtschaftlichen Nachwuchs: „Besonders am Donnerstag haben wir viele Familien schon am frühen Nachmittag in den Hallen gesehen. Gleichzeitig fällt auf, wie viele Besucherinnen und Besucher abends nach 18 Uhr noch kommen – offenbar direkt nach der Arbeit. Unsere Öffnungszeiten machen es vielen erst möglich, den Messebesuch gut mit Beruf und Familie zu verbinden.“

Große Investitionsentscheidungen und Unsicherheit im Schweinesektor

Viele Gespräche drehten sich um anstehende Investitionen in Stallumbauten und Haltungsverfahren, auslaufende Förderprogramme sowie neue gesetzliche Anforderungen. Gerade im Bereich Schweinehaltung standen grundlegende Weichenstellungen an. „Wir sind regelrecht überrannt worden mit Interesse“, berichtet Mandy Jäger vom Stallbau- und Energietechnik-Spezialisten En-sta. „Da herrscht viel Verunsicherung im Markt, und ich glaube, es tat allen gut, sich einfach mal darüber auszutauschen.“ Im Schweinesektor bestimmten Marktpreise, Zukunftsstrategien und Haltungsformen die Agenda. Franziska Elmerhaus, Projektleiterin Landwirtschaft bei Tönnies, erläutert: „Insbesondere Haltungsform 3 war dieses Jahr ein sehr, sehr großes Thema. Die Gespräche waren insgesamt sehr konstruktiv und nach vorne gerichtet, weil wir unseren Kunden vermitteln konnten, dass wir an ihrer Seite stehen.“

Tiergesundheit und regionale Nähe

Tiergesundheit und Biosicherheit waren ebenfalls stark nachgefragte Themen. Impfstrategien, Monitoring und Bestandsbetreuung wurden vielfach diskutiert – auch mit Mitarbeitenden und Auszubildenden aus den Betrieben. „Das Interesse war sehr groß“, berichtet Tierarzt Thomas Harsany vom Tiergesundheitsunternehmen Hipra. „Diese Messe ist für uns wertvoller als die EuroTier, weil wir hier einfach viel dichter an die Landwirtinnen und Landwirte und auch an die Auszubildenden kommen. Dass sehr viele junge Leute da waren, hat mir besonders gut gefallen.“

Unternehmerinnen im Fokus – prominenter Besuch aus der Politik

Die Rolle von Frauen in der Landwirtschaft und bei der Hofnachfolge war am Donnerstag im Rahmen des Ehrenamtstages ein Schwerpunkt für den Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV). Ein Höhepunkt der Messe war der Besuch der nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen, die auf Einladung des WLV-Fachausschusses landwirtschaftlicher Unternehmerinnen an einer Podiumsdiskussion teilnahm. In der Diskussion betonte Gorißen: „Gerade Frauen sind oft Impulsgeberinnen für neue Wege bei Vermarktungskonzepten, Bewirtschaftungsweisen oder Betriebszweigen.“ Unternehmerinnentage trügen dazu bei, „wertvolle Netzwerke aufzubauen, Unternehmerinnen mit Vorbildfunktion zu zeigen und zugleich das Bewusstsein für die Notwendigkeit der finanziellen Absicherung von Frauen in der Landwirtschaft zu schärfen“. Und den jungen Landwirtinnen machte sie beinahe schon kämpferisch Mut: „Setzen sie sich für Ihre Inetessen ein und tun Sie das auch kund.“

Konstruktive Grundstimmung trotz Herausforderungen

Trotz spürbarer Unsicherheiten – etwa beim Schweinepreis oder mit Blick auf künftige Anforderungen – berichten viele Aussteller von einer bemerkenswert konstruktiven Einstellung der Besucherinnen und Besucher. „Insgesamt kann man sagen, dass die Grundstimmung durchaus positiv war“, sagt Manuel Dieckmann. „In der Landwirtschaft haben wir gelernt, auch mit Gegenwind und mit Niederlagen umzugehen. Wenn man weitermacht, kämpft und Lösungen findet, dann geht es auch wieder in die richtige Richtung.“ Auch Franziska Elmerhaus von Tönnies blickt trotz der angespannten Marktsituation nach vorn: Viele ihrer Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner hätten die aktuelle Lage realistisch eingeordnet und zugleich deutlich gemacht, dass sie ihre Betriebe weiterentwickeln wollen – auch wenn das Jahr 2026 voraussichtlich noch einmal anspruchsvoll werde.

Projektleiterin Rebecca Schumacher unterstreicht die diesjährige Ausgabe vor allem eines: Die AGRAR Unternehmertage bleiben ein Ort, an dem die Branche ihre Themen offen und praxisnah verhandelt – und an dem trotz aller Herausforderungen der Wille spürbar ist, die Zukunft aktiv zu gestalten.

Die nächsten AGRAR Unternehmertage finden vom 1. bis 4. Februar 2028 statt.

 

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