Messehalbzeit bei den AGRAR Unternehmertagen 2026: Intensive Branchengespräche
Hohe Besucherfrequenz an den ersten beiden Tagen – Messechef Lars Jaeger: „So dicht kommen wir selten an die Themen der Betriebe heran“
Münster, 05.02.2026
Zur Mitte der AGRAR Unternehmertage 2026 zieht der Veranstalter eine erste positive Zwischenbilanz: Die Besucherzahlen an den ersten beiden Messetagen lagen deutlich über den Erwartungen, auch für den heutigen Donnerstag und den Abschlusstag am Freitag rechnet das Messeteam mit einem anhaltend starken Zulauf.
„Wir haben an den ersten beiden Tagen eine erstaunlich hohe Frequenz in allen Hallen erlebt“, sagt Lars Jaeger, Geschäftsführer der European Green Exhibitions GmbH. „Was uns aber fast noch wichtiger ist als die reine Zahl der Besucherinnen und Besucher: Die Intensität der Gespräche ist enorm. Viele Betriebe nutzen die Messe, um sehr konkret über ihre nächsten Schritte zu sprechen – fachlich, aber auch mit Blick auf ihre Sorgen und Wünsche.“
Als besondere Stärke der AGRAR Unternehmertage hebt Jaeger den außergewöhnlich hohen Kommunikationsgrad hervor. Die Messe sei weniger Schaufenster für Produkte als ein Ort, an dem sich die Branche auf Augenhöhe begegne. „In Münster entsteht in diesen Tagen eine Art eigene Messe-Bubble“, so empfindet es Jaeger. „Hier herrscht eine große Offenheit, die Themen anzusprechen, die die Landwirtinnen und Landwirte wirklich bewegen – von Investitionsentscheidungen über Arbeitsbelastung bis hin zur Hofnachfolge. Man hört einander zu, kennt die Praxis der jeweils anderen Seite und begegnet sich mit Respekt für die geleistete Arbeit.“
Dazu trage auch die Gestaltung vieler Stände bei. Zahlreiche Aussteller setzen bewusst auf offene Konzepte, die den Dialog in den Mittelpunkt stellen. Hohe Tresen oder geschlossene Präsentationsflächen sind selten – stattdessen dominieren Sitzgruppen, Stehtische und Bereiche, in denen in Ruhe diskutiert werden kann. „Unsere Aussteller verstehen diese Messe als Plattform zur Kontaktpflege und zum Zuhören, nicht als reine Verkaufsveranstaltung“, beschreibt Jaeger. „Es gibt keine Schwelle, keine Hemmnisse: Wer Fragen hat, geht einfach auf die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zu – und findet sie häufig nicht nur im Vertrieb, sondern auch in der Geschäftsführung.“
Denn die AGRAR Unternehmertage bringen nicht nur Landwirtinnen und Landwirte, Berater und Technikhersteller zusammen, sondern auch Entscheidungsträger aus Verbänden, Banken und Industrie. „Man trifft hier die Vorstände großer Unternehmen, die Geschäftsführungen von Genossenschaften und Verbänden – und alle bewegen sich sehr nah an den Besucherinnen und Besuchern“, sagt Jaeger. „Diese Dichte an Kompetenzen auf vergleichsweise kompakter Fläche ist etwas, das viele Stammgäste an Münster besonders schätzen.“
Im Vergleich zu anderen großen Branchentreffen sieht Jaeger darin ein Alleinstellungsmerkmal des Messekonzepts in Münster. „Auf einer Fachmesse wie der Agritechnica in Hannover steht naturgemäß stärker das Exponat im Mittelpunkt – die Maschine, die Neuheit, die große Präsentation“, erklärt Jaeger. „Die Grüne Woche in Berlin wiederum wird oft von politischen Debatten geprägt, was wichtig und richtig ist. In Münster gelingt uns ein etwas anderer Zugang: Hier rücken die betrieblichen Alltagsthemen, die persönlichen Entscheidungen und der direkte Austausch in den Vordergrund. Das funktioniert in dieser Dichte wahrscheinlich nur in einem regional verankerten Format wie den AGRAR Unternehmertagen.“
Für die verbleibenden Messetage rechnet der Veranstalter mit anhaltend gutem Besucherinteresse. Viele Fachgäste nutzen die Nachmittags- und Abendstunden für ihren Besuch, um den Messebesuch mit dem Betriebsalltag vereinbaren zu können. Das begleitende Fachprogramm mit Vorträgen und Diskussionsrunden vertieft die Themen, die an den Ständen angesprochen werden.



